RP 27.03.2003
Fliebeckshof
Bürgerbeteiligung nicht erwünscht
Die geplante Abgrabung Fliebeckshof in Hünxe-Bruckhausen war am 19. März wieder Thema in der Sitzung des Planungsausschusses im Regionalrat in Düsseldorf.
Bereits am 15. Januar hatte „Kies wider Willen“ alle Fraktionen gebeten, einen Antrag zur Beteiligung der BI am Verfahren zur Änderung des Gebietsentwicklungsplanes für die Abstimmung im Regionalrat zu stellen. CDU und SPD haben
überhaupt nicht reagiert.
Der Antrag der Grünen, der der Bezirksregierung bereits seit dem 20. Februar vorlag, ist den Politikern mit einem negativen Beschlussvorschlag erst direkt vor der Planungsausschusssitzung als Tischvorlage ausgehändigt worden.
Begründung war wieder einmal, dass keine Bürgerbeteiligung vorgesehen ist. Bürgerbeteiligung wird aber in den anzuwendenden Gesetzen mit keinem Wort ausdrücklich ausgeschlossen. Das Gesetz schreibt lediglich eine
Mindestbeteiligung vor.
Dieses Vorgehen beweist, dass die Verwaltungsspitze der Bezirksregierung Düsseldorf die Bürgerinitiative „ Kies wider Willen“ ganz offensichtlich nicht am Verfahren und auch nicht an der am 01.04.03 stattfindenden
Erörterung beteiligen will.
Aber fast alle gewählten Volksvertreter setzen sich nicht für die berechtigten Belange der Bürger ein.
Die SPD-Fraktion wollte lediglich noch einmal die Meinung der Verwaltung hören, die in der Sitzungsvorlage bereits dargelegt war. Die CDU schloss sich der Verwaltungsmeinung mit dem Hinweis auf Rechtssicherheit im Verfahren an.
Man befürchtet eine Klage der Kiesindustrie.
In der Regionalratssitzung, die im Duisburger Rathaus heute um 10:00 Uhr stattfindet, wird über den Antrag erneut abgestimmt.
Die Vertreter der Bürgerinitiative sind sehr gespannt, ob die beiden großen Fraktionen sich für diese erneute Abstimmung haben rechtlich beraten lassen oder ob wieder nur kritiklos dem Vorschlag der Verwaltung ganz bequem
gefolgt wird.
Helga Franzkowiak, BI Kies wider Willen
NRZ / RP 15.03.03
Ob Herr Barske mehr weiß? / Zweifel
Anlässlich einer Versammlung am 9.3.03 in der Gaststätte „Lindenkamp“ in Hünxe-Bruckhausen behauptete Herr Barske (Öffentlichkeitsbeauftragter des Bergwerks Lohberg/Osterfeld), dass und wie die Auskiesung „Fliebeckshof“ kommen
wird.
Ein erstaunliches Wissen!
Fakt ist dagegen, dass bislang die erforderliche Änderung des Gebietsentwicklungsplanes ( keine Wiederverfüllung und Renaturierung sondern offene Wasserfläche) bei der Bezirksregierung Düsseldorf noch nicht einmal erörtert,
geschweige denn genehmigt wurde.
Erst danach kann das erforderliche Genehmigungsverfahren beim Kreis Wesel beginnen! Logischerweise ist also das „Ob“ und „Wie“ noch völlig offen!
Oder wissen Sie etwa schon mehr, Herr Barske? Wenn ja, woher und von wem? Die BI „Kies wider Willen“ würde diese „Quelle“ gerne kennen lernen!
Wenn schon „Öffentlichkeitsarbeit“, dann bitte wahrheitsgemäß.
Inwieweit Zweifel an der Darstellung der anderen angesprochenen Vorhaben (Grundwasserpumpen, Windkraftanlagen) angebracht sind, möge jeder „mündige Bürger“ für sich selber beurteilen.
Renate Heß, Brombeerweg 18, 46537 Dinslaken,
RP 04.12.02
Auskiesung – Auf alle Fragen keine Antworten
Da muss Genugtuung aufkommen beim Hünxer Bürgermeister Hansen. Haben doch nach jahrelangem Kampf die Mitglieder des Planungsausschusses fast einstimmig in seinem Sinn für das Wohl des „Investors“ gestimmt. Damit ist er einen
Schritt weiter auf die nicht gewünschte Auskiesung, aber den gerne gewollten See, gekommen.
Planungssicherheit für den Investor hat Herr Hansen immer gefordert. Die kann nur gewährleistet werden, wenn die Antragstellerin weiß, welche Flächen ihr zur Verfügung stehen. Hünxe wird also alle gemeindlichen Flächen, auch die
Wege, zur Verfügung stellen, wie Uwe Methling, Fraktionsvorsitzender der Hünxer SPD, am 26. November. 2002 gegenüber Bürgern am Tenderingsweg bestätigt hat.
Das Behalten der Wegeflächen war doch lt. Herrn Hansen immer das dickste Pfand zur Verhinderung der Abgrabung. Greift dieses Argument nun auch nicht mehr, werden die Flächen zur Realisierung des Kompromisses abgegeben?
Durch bewusste Falschaussagen will man seine eigene Meinung rechtfertigen:
Da wird von Enteignung gesprochen – diese ist nicht möglich. Da wird gesagt, dass die ev. Kirchengemeinde ebenfalls ihr Grundstück verkauft – Telefonisch wurde bestätigt, dass es keine Entscheidung gibt. Da wird immer wieder auf
das Rechtsgutachten verwiesen –Darin steht aber, dass Hünxe nicht zur Abgabe der Wege und Flächen gezwungen werden kann.
Womit will die Fa. RLG der Gemeinde Hünxe drohen, wenn die Kreisverwaltung keine Genehmigung ausspricht? Kann man es Hünxe anlasten, wenn der „Investor“ auf blauen Dunst Grundstücke im Gelände kauft? Das ist doch wohl
unternehmerisches Risiko. Welche Nachteile hat Hünxe, wenn die Auskiesung nicht kommt?
Auf alle Fragen – keine Antworten. Schon seit Jahren, falsches Spiel auf ganzer Linie.
Der Start der Auskiesung soll nach Westen verschoben werden. Doch genau da wohnen auch Hünxer Bürger. Diese haben in einem offenen Brief Herrn Hansen ihre Befürchtungen und Bedenken mitgeteilt. Sie waren bei diesem Kompromiss
einfach nicht beachtet worden. Warum auch? Sind ja nur etwa.80 Menschen am Rand der Gemeinde.
Diese sollen 60 Jahre lang alles ertragen, nur damit keine Lkw in Sichtweite der Brömmenkampsiedlung fahren.
Dabei wären sie näher an der Auskiesung als es die Brömmenkampsiedlung jemals sein könnte. Auch die Belastungen wären um ein vielfaches höher, als es der „schützenswerten Siedlung“ je hätte zugemutet werden müssen. Nun will Herr
Hansen, als Reaktion auf den offenen Brief, ein Gespräch mit einigen Bürgern vom Tenderingsweg führen. Was soll dabei herauskommen, wenn man doch schon bedingungslos ja gesagt hat?
Hauptsache die Auskiesung ist erst mal weiter weg von Hünxe. St. Florian lässt grüßen!
Hans Werner Franzkowiak, Katharinenstraße 135, 46537 Dinslaken
RP 29.10.02
Haushälterisch?
„Mit den Auskiesungen am Niederrhein haushälterisch umgehen“, gab die Bezirksregierung in Düsseldorf im Planungsausschuss am 2. Oktober zu bedenken. Außerdem benötige die Bauwirtschaft in der momentanen Flaute nicht mehr so viel
Kies, und auch in Zukunft würde sich daran angesichts sinkender Bevölkerungszahl kaum etwas ändern. Auf Anfrage teilte die Bezirksregierung mit, dass etwa 30 Prozent des gewonnenen Kieses ins Ausland gehe. Was macht man
beispielsweise in Holland mit dem eingeführten Kies, wobei auch dort die Bauindustrie nicht gerade boomt? Angeblich wird er dort auf Halde gekippt und so für bessere Zeiten gehortet.
Haushälterisch mit der Kiesausbeutung umgehen könne man auch, wenn man nach alternativen Baustoffen Ausschau hielte – so die Bezirksregierung. Eine Menge Bauschutt von abgebrochenen Gebäuden wird schon heute zu wertvollem
Baustoff wieder aufbereitet. Am Niederrhein gibt es eine gute Tradition. So wurde zum Beispiel die Gnadenkirche in Wesel-Fusternberg 1949 mit aus Trümmerschutt gemahlenen Gusssteinen gebaut. Da die Gusssteine im Innenraum nicht
verputzt sind, wird die Gemeinde an bewährte Tugenden der Nachkriegszeit erinnert: Aus Alt mach Neu.
All diese Aspekte sollten auch bei der geplanten Abgrabung am Fliebeckshof bedacht werden. Wenn die Auskiesungsfirma mit ihren Kaufwünschen an die Eigentümer der Ländereien herantritt – dazu gehört auch die Evangelische
Kirchengemeinde Hünxe – geraten diese i n eine schwierige Lage. Verkauft man, kann man den Not leidenden Etat verbessern. Verkauft man nicht, unterstützt man die Kräfte, die einen haushälterischen Umgang mit Auskiesungen
befürworten und obendrein ein gutes Naherholungsgebiet mit altem Baumbestand erhalten wollen. Übrigens würden bei einer Auskiesung kaum neue Arbeitsplätze entstehen.
Helmut Th. Butterweck, Pfr. I. R., Brombeerweg 22, Dinslaken
NRZ 12.10.02
Kein Recht auf Auskiesung
Helmut Butterweck, Pfr.i.R., Brombeerweg 22 in Dinslaken, zur Auskiesung Fliebeckshof:
Bürgermeister Hansen irrt, wenn er meint, dass bei der geplanten Auskiesung die Antragstellerin auf eine Verfüllung mit Bergematerial „verzichte". Mit dieser Behauptung möchte er ihr ein gnädiges Entgegenkommen gegenüber
den Betroffenen bescheinigen Die Wahrheit aber ist: Die Verfüllung mit Bergematerial wird einfach nicht erlaubt! Denn in der Vorlage der Bezirksregierung heißt es. „Ursprünglich war hier Verfüllung mit Bergematerial
geplant, die aber aus wasserwirtschaftlichen und aus planerischen Erwägungen ausscheidet." Noch etwas muss deutlich gesagt werden: Nach Wegfall der Renaturierung gibt es keinen Rechtsanspruch mehr auf Auskiesung. Und einen
auf Enteignung von Grundstücken hat es nie gegeben'
NRZ 20.09.02
Neuer Antrag liegt nicht vor
Renate Heß, BI„Kies wider Willen", Brombeerweg 18 in Dinslaken, zum Thema Auskiesung:
Seit Jahren liegt beim Kreis Wesel ein Antrag auf Auskiesung „Am Fliebeckshof" vor. Laut Gebietsentwicklungsplan 1999 ist eine Auskiesung nur dann zulässig, wenn die beantragte Fläche anschließend wiederverfüllt und
renaturiert wird. Wenn der Antragsteller diese Auflagen nicht erfüllen kann, muss er seinen Antrag zurückziehen oder der Kreis Wesel muss ihn ablehnen. Beides ist nicht passiert!
Obwohl dieses Verfahren noch nicht abgeschlossen wurde, wird seit Monaten über eine „Alternativplanung" diskutiert, nämlich Auskiesen und Belassen einer offenen Wasserfläche. Zur Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit dieser
„Bagger-see-Lösung" braucht man kein Rechtsgutachten, sondern einen entsprechenden neuen Antrag sowie die Änderung des GEP. Beides liegt bislang nicht vor. Die Änderung des GEP liegt ausschließlich im Zuständigkeitsbereich
des Regionalrates bei der Bezirksregierung Düsseldorf. Bei allen anderslautenden Darstellungen handelt es sich um „Nebenkriegsschauplätze", die nur zur Verunsicherung und Demotivierung der betroffenen Bevölkerung führen.
Die BI „Kies wider Willen" hat hieran sicherlich kein Interesse.
RP 19.09.02
Auskiesung Fliehbeckshof
Neues Konzept
Die vorgesehene Auskiesung am Fliehbeckshof ist entgegen der Meinung des Dinslakener Planungsausschusses doch noch nicht gelaufen. Die Befürworter der Auskiesung wedeln immer wieder mit dem vom Bürgermeister Hansen bestellten
Rechtsgutachten in der Hand, das die Auskiesung juristisch erlaubt. Dabei verschweigen sie geflissentlich, dass das vielzitierte Gutachten die Auskiesung nur mit Verfüllung und anschließender Renaturierung zur Voraussetzung
hat, wie es der noch gültige Gebietsentwicklungsplan 99 vorschreibt. Jetzt ist aber ein neues Auskiesungskonzept ins Spiel gebracht worden, das keine Verfüllung mehr erlaubt, sondern einen Baggersee im Auskiesungsgebiet
vorsieht.Für dieses Vorhaben fehlt aber jegliche rechtliche Grundlage. Das bisherige Rechtsgutachten ist somit Makulatur. Ich wundere mich, dass niemand im Planungsausschuss diesen Sachverhalt angesprochen hat. Da ist es schon
ein Glücksfall für Dinslaken, dass es in der Person von Sabine Weiss eine juristisch versierte Bürgermeisterin besitzt, die schon nach dem „Rechten" schauen wird.
Helmut Th, Butterweck, Brombeerweg 22, Dinslaken
NRZ 19.09.02
Auskiesung noch nicht gelaufen
Helmut Th. Butterweck, Brombeerweg 22 in Dinslaken, schreibt zur Auskiesung am Fliebeckshof:
Die vorgesehene Auskiesung am Fliebeckshof ist entgegen der Meinung des Dinslakener Planungsausschusses doch noch nicht gelaufen! Die Befürworter der Auskiesung wedeln immer wieder mit dem vom Bürgermeister Hansen bestellten
Rechtsgutachten in der Hand, das die Auskiesung juristisch erlaubt. Dabei verschweigen sie geflissentlich, dass das vielzitierte Gutachten die Auskiesung nur mit Verfüllung und anschließender Renaturierung zur Voraussetzung
hat, wie es der noch gültige Gebietsentwickungsplan 99 vorschreibt.Jetzt ist aber ein neues Auskiesungskonzept ins Spiel gebracht worden, das keine Verfüllung mehr erlaubt, sondern einen Baggersee im Auskiesungsgebiet
vorsieht.Für dieses Vorhaben fehlt aber jegliche rechtliche Grundlage. Das bisherige Rechtsgutachten ist somit Makulatur. Ich wundere mich deshalb auch, dass niemand im Planungsausschuss diesen Sachverhalt angesprochen hat.
Da ist es schon ein Glücksfall für Dinslaken, dass es in der Person von Sabine Weiss eine juristisch versierte Bürgermeisterin besitzt, die schon nach dem „Rechten" schauen wird.
RP 07.09.02
Auskiesung
Gegen die Bürger
Die Kreisverwaltung bezieht sich immer wieder auf die Ausweisung der Auskiesungsfläche Fliebeckshof im alten Gebietsentwicklungsplan 86 und auch im GEP 99. Eine negative Stellungnahme war weder seitens des Kreises noch von der
Stadt Dinslaken abgegeben worden. Dieser GEP ist aber kein starres Werk, er soll ausdrücklich flexibel gehandhabt werden. Elf bereits durchgeführte Änderungen seit seiner Verabschiedung, sind ein lebendiger Beweis dafür, dass
das Instrument der GEP-Änderung richtig ist und auch funktioniert.
Diese Flexibilität für die Bürger vermissen wir bei der Kreisverwaltung. Was bisher unternommen wurde, diente nur dazu, der Antragstellerin eine schnelle Genehmigung zu ermöglichen. Es besteht Verfüllverpflichtung. Noch nicht
einmal der Nachweis der Verfügbarkeit von Bergematerial liegt vor. Warum fordert der Kreis Wesel diesen für eine Genehmigung unabdingbaren Nachweis nicht einfach? In der Sitzung wurde erklärt, man hätte ja auch längst
genehmigen können. Das stimmt nicht, es fehlen auch noch andere Nachweise. Andererseits hat man sich aber bereit erklärt, einen Antrag auf Herstellung einer offenen Wasserfläche bereits vor GEP-Änderung entgegenzunehmen und
auch ins Verfahren zur Befragung der Träger öffentlicher Belange zugeben.
Herr Berg hat bereits vor einem Jahr bei der Hünxer CDU Stimmung für die offene Wasserfläche gemacht. Seitdem hört man von beiden großen Fraktionen in Hünxe nur noch Zustimmung für einen riesigen See, den man noch vor drei
Jahren um gar keinen Preis haben wollte.
Fakt ist, dass die Antragstellerin in Bezug auf Abtransport und Verfüllung in absehbarer Zeit das Verfahren nicht hätte vorantreiben können.
Die Kreisverwaltung hat also alles Mögliche für den Antragsteller unternommen, damit dieses Vorhaben schnell begonnen werden kann. Die Unterstützung des Antrags der Stadt Dinslaken, auf Herausnahme der Fläche für die Gewinnung
oberflächennaher Rohstoffe passt natürlich nicht in dieses Konzept.
Kann ein Antragsteller Regressansprüche stellen, der nicht in der Lage ist, einen genehmigungsfähigen Antrag einzureichen? Wir meinen: Nein!
Es bestand überhaupt keine Notwendigkeit, einen Änderungsantrag in offene Wasserfläche zu stellen.
Auf die Angst der Bürger wegen der Sicherheit ihrer Kinder, die durch den Abenteuerspielplatz Kiesgrube einer tödlichen Gefahr ausgesetzt werden würden, reagiert die Kreisverwaltung mit der in Aussichtstellung einer besseren
Überwachung der Umzäunungen durch die Behörde. Das ist in unserer Augen ein Hohn. Hier versucht ein privatwirtschaftliches Unternehmen gegen die Interessen der Bürger ein Gefährdungspotenzial zu schaffen, und es sollen
Steuergelder zur Überwachung verbraten werden.
Helga Franzkowiak Katharinenstraße 135 Dinslaken
NRZ 02.09.02
Wahnsinn sind hohe Kosten
Werner Groskurt, Hahnenstraße 52 in Voerde, schreibt zum Thema „RBP und Kies wider Willen":
Es ist schon beschämend für uns Bürger und Steuerzahler, festzustellen, wie Beamte und ganze Behörden sich erlauben, mit uns umzugehen! Aber es gibt wohl immer wieder Steigerungen.
Wir Bergbaubetroffenen haben es bei den Anhörungstagen mit arroganten Oberbergamtsbeamten erlebt in Sachen Bevormundung, Wortabschneiderei und am Ende bewusstem Verleumden von Tatsachen - und dies in einem öffentlichen
Verfahren. Wäre dabei Prominenz betroffen gewesen, hätte man sicher unter einem neutralen Vorsitz die ganze Verhandlung neu ansetzen müssen. So waren es ja nur Leute, wie sagt Clement, die nicht normal, sondern von Sinnen sind!
Die gleiche Vorgehensweise spiegelt sich in dem Problem „Kies wider Willen" wider. Ein Dezernent erlaubt sich einfach, Vertreter der BI auch zu belügen in Sachen ablehnender Stellungnahme, da diese auch schon vorher bekannt
war als man zugab.
Es bewahrheitet sich immer wieder, bei der Politik fehlen jegliche menschliche Züge, jeder Posten versucht Wahnsinn und hohe Kosten durchzusetzen, egal, was am Ende herauskommt! Gott bewahre uns davor, dass der Ministerpräsident
sich hier am Niederrhein noch ein Mausoleum mit Wasserberieselung baut, die 3500 Arbeiter dafür hat er ja schon angeheuert.
Das Schlimmste in diesem demokratischen Deutschland ist, festzustellen, es gibt sie nicht! Denn bei allen Eingaben und Aktionen gegen diese Unrechtmäßigkeiten gab es von keiner Bundesbehörde, Petitionsausschuss NRW noch einem
zuständigen Politiker eine Unternehmung dagegen. Die großen Politiker haben überall die Hand auf dem Deckel, damit nichts an die breite Masse kommt. Dabei sind Medien und Zeitschriften auch davon betroffen, wie deren Antworten
verfasst sind.
RP 30.08.02
Fliehbeckshof
Kies in den Augen
Sind die Würfel für eine Auskiesung am Fliehbeckshof endgültig gefallen? Es scheint so: Der Kreis ist dafür, obwohl die Stadt Dinslaken dagegen ist und eine Änderung des Gebietsentwicklungsplans beantragt hat: Aber wer ist der
Kreis, der so etwas kund tut? Es kann doch nicht sein, dass einige der Kiesindustrie hörige Verwaltungsbeamte an ihren Schreibtischen über Wohl und Wehe eines guten Stücks Natur beschließen. Noch fällen die gewählten Vertreter
des Planungs- und Umweltausschusses und vor allem der Kreistag alle relevanten Entscheidungen.
Die neuesten Pläne zur Auskiesung sind raffiniert eingefädelt. Man beginnt die Auskiesung im wenig bewohnten Gebiet am Tenderingssee und wandert dann mit den Baggern bis nach Bruch, Lohberg und Bruckhausen. Wenn es zu spät ist,
werden die Betroffenen von den umweltzerstörerischen Maßnahmen überrollt. Wie eine Wasserfläche so groß wie alle Baggerseen in unserem Bereich zusammen „rekultiviert" werden kann, wird wohl das Geheimnis jener
Verwaltungsbeamten bleiben, die das ausgeheckt haben. Auf diese Weise soll wohl „Kies" in unsere Augen gestreut werden.
Helmut Th. Butterweck, Brombeerweg 22, Dinslaken
NRZ 29.08.02
Kies in die Augen gestreut
Helmut Th. Butterweck, Brombeerweg 22 in Dinslaken, schreibt zum Thema „Auskiesung Fliebeckshof:
Sind die Würfel für eine Auskiesung am Fliebeckshof endgültig gefallen? Es scheint so, wenn man die jüngsten Verlautbarungen des Kreises Wesel liest: Der Kreis ist dafür, obwohl die Stadt Dinslaken dagegen ist und eine Änderung
des Gebietsentwicklungsplanes beantragt hat. Aber wer ist der Kreis, der so etwas kund tut? Es kann doch nicht sein, dass einige der Kiesindustrie hörige Verwaltungsbeamte an ihren Schreibtischen über Wohl und Wehe eines guten
Stücks Natur beschließen. Noch fällen die gewählten Vertreter des Planungs- und Umweltausschusses und vor allem er Kreistag alle relevanten Entscheidungen.
Ich muss zugeben, die neusten Pläne zur Auskiesung sind raffiniert eingefädelt. Man beginnt die Auskiesung im wenig bewohnten Gebiet am Tenderingssee und wandert dann mit den Baggern im Laufe der Jahre bis hin nach Bruch,
Lohberg und Bruckhausen. Dann, wenn es zu spät ist, werden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger von den umweltzerstörerischen Maßnahmen überrollt. Und wie eine Wasserfläche so groß wie alle Baggerseen in unserem Bereich
zusammen „rekultiviert" werden kann, wird wohl das Geheimnis jener Verwaltungsbeamten bleiben, die das ausgeheckt haben. Auf diese Weise soll wohl „Kies" in unsere Augen gestreut werden!
RP 19.06.02
Auskiesung
„Ränke im Herzen"
“Sie haben Böses im Sinn und halten's geheim, sind verschlagen und haben Ränke im Herzen.” (Psalm 64, 7) An dieses Psalmwort aus der Bibel werde ich erinnert, wenn ich an die Geschichte der geplanten Auskiesung hart am Rande von
Bruch, Lohberg und Bruckhausen denke. Dabei geht es um die Vernichtung von Bäumen, Büschen, Wiesen und Blumen, um die Zerstörung von Wohngebiet vieler Tiere unmittelbar am Wohnbereich von Menschen.
Wer will das? Es sind die im Psalmwort Angesprochenen, vielleicht Lokalpolitiker von Hünxe und Dinslaken, die Verantwortlichen der Auskiesungsfirma. Zunächst hieß es (Teil 1): „Wer die Auskiesung verhindert, der vernichtet
Arbeitsplätze auf der Zeche Lohberg, denn die ist darauf angewiesen, das Bergematerial in das ausgebaggerte Wasserloch zu verfüllen." Um den drohenden Verkehrsinfarkt auf der L 1 zu verhindern - 800 Lkw sollten ja täglich
die L1 queren - versprach man großzügig, eine Unterführung zu bauen.
Dann (Teil 2): Als von oben durchsickerte, dass die Verfüllung mit giftigem Bergematerial nicht mehr mit den Umweltgesetzen in Einklang zu bringen war, schlug man eine neue „Lösung" vor: Man übernimmt die Auskiesungsanlage
von RMKS am Tenderingssee, kiest also von Nordwesten bis nach Lohberg und Bruckhausen hin aus und transportiert den Kies mittels Förderband in die Nähe der B 8, über die dann der Abtransport erfolgen kann. Also keine Verfüllung
und folglich keine Renaturierung, wie der GEP eigentlich vorschreibt. Eine „schöne" Wasserfläche soll über den Verlust eines guten Stückes Natur hinwegtrösten. Und für die dann immer noch uneinsichtigen Naturschützer hält
man eine neue Drohung bereit: „Wenn ihr auch diese Lösung verhindert wollt, dann greifen wir auf die Erste zurück: Verfüllung mit Bergematerial, keine Unterführung der L1, folglich Verkehrschaos. Zum Glück fallen immer weniger
betroffene Menschen auf diese Drohung, auf diese „Ränke" herein. Denn Bürgerwille gegen unvernünftige Projekte vermag viel, wie Kalkar und Wackersdorf zeigen. Wer weitere Informationen haben möchte, ist zum
Kiesverhinderungsfest für Samstag, 22. Juni, 15 Uhr, an der Marthastraße eingeladen.
Helmut Th. Butterweck Pfarrer in Rente Brombeerweg 22 Dinslaken
NRZ 18.06.02
Sie haben Ränke im Herzen"
Helmut Th. Butterweck, Brombeerweg 22 in Dinslaken, schreibt zum Thema Auskiesung:
„Sie haben Böses im Sinn und halten's geheim, sind verschlagen und haben Ränke im Herzen." (ps. 64,7). An dieses Psalmwort aus der Bibel werde ich erinnert, wenn ich an die Geschichte der geplanten Auskiesung am Rande von
Bruch, Lohberg und Bruckhausen denke. Dabei geht es um die Vernichtung von Bäumen, Büschen, Wiesen und Blumen, um die Zerstörung von Wohngebiet vieler Tiere unmittelbar am Wohnbereich von Menschen.
Wer will das? Es sind die im Psalmwort Angesprochenen, vielleicht Lokalpolitiker von Hünxe und Dinslaken, die Verantwortlichen der Auskiesungsfirma.
Zunächst hieß es: „Wer die Auskiesung verhindert, der vernichtet Arbeitsplätze auf der Zeche Lohberg, denn die ist darauf angewiesen, das Bergematerial in das ausgebaggerte Wasserloch zu verfüllen." Um den drohenden
Verkehrsinfarkt auf der L1 zu verhindern - 900 Lkw sollten ja täglich die L1 queren - versprach man großzügig, eine Unterführung zu bauen.
Als durchsickerte, dass die Verfüllung mit giftigem Bergematerial nicht mehr mit den Umweltgesetzen in Einklang zu bringen war, schlug man eine neue „Lösung" vor: Man übernimmt die Auskiesungsanlage von RMKS am
Tenderingssee, kiest also von Nordwesten bis hin nach Lohberg und Bruckhausen hin aus und transportiert den Kies mittels Förderband in die Nähe der B8, über die dann der Abtransport erfolgen kann. Also keine Verfüllung und
folglich keine Renaturierung, wie der GEP eigentlich vorschreibt! Eine „schöne" Wasserfläche soll über den Verlust eines guten Stückes Natur hinwegtrösten. Das ganze wird als prima Kompromiss verkauft. Und für die
dann immer noch uneinsichtigen Naturschützer hält man eine neue Drohung bereit: „Wenn ihr auch diese Lösung verhindert wollt, dann greifen wir auf die erste zurück: Verfüllung mit Bergematerial, keine Unterführung der L1,
folglich Verkehrschaos, keiner kann mehr von Bruckhausen nach Dinslaken einkaufen fahren usw.
Zum Glück fallen immer weniger betroffene Menschen auf diese Drohung, „auf diese Ränke" (ps. 64,7), herein.
Wer Informationen haben möchte, ist zum Kiesverhinderungsfest am 22. Juni, 15 Uhr, an der Marthastraße eingeladen.
RP 14.05.02
Aktivisten
Bürger wehren sich
Frau Reichow fragt sich (RP vom 9. Mai), ob einige Aktivisten der BiB sich anmaßen dürfen, sich Vertreter der Bürger zu nennen. Schließlich haben wir gewählte Volksvertreter und öffentliche Verwaltungen, die für den Bürger da
sind.
Bei den ersten Sonnenstrahlen fuhr ich mit meiner Familie von Dinslaken durch den Wohnungswald nach Voerde. Wenn wir Bürger uns nicht wehren, wird der Wohnungswald untergehen, ging uns dabei durch den Kopf. In Voerde sahen wir
immer noch in vielen Vorgärten die Hochwasserwarnschilder. Die BiB darf sich also durchaus als Vertreter der Bürger bezeichnen, Frau Reichow.
Unsere Rückfahrt führte entlang der Tenderingsseen nach Lohberg. Hier sollen weitere 90 Hektar guter Boden ausgekiest werden und weitere nutzlose Seen entstehen. Bürgervertreter und Verwaltungen trauen sich nicht, dagegen zu
kämpfen, weil Lobbyisten mit ihnen verbandelt sind. Auch hier müssen sich die Bürger selbst formieren. Wer zu klaren Gedanken kommen will, dem sei unsere Radtour zur Nachahmung empfohlen.
Manfred Loick, BI Kies wider Willen, Brombeerweg 19 Dinslaken
NRZ 14.05.02
Bürger müssen sich wehren
Manfred Loick, Brombeerweg 19 in Dinslaken, schreibt zum Leserbrief „Deiche sind nur vorgeschoben" vom 9.Mai:
Frau Reichow fragt sich, ob Aktivisten der BiB sich anmaßen dürfen, sich Vertreter der Bürger zu nennen. Schließlich haben wir gewählte Volksvertreter und öffentliche Verwaltungen, die für den Bürger da sind.
Bei den ersten Sonnenstrahlen fuhr ich mit meiner Familie von Dinslaken durch den Wohnungswald nach Voerde. Wenn wir Bürger uns nicht wehren, wird der Wohnungswald untergehen, ging uns dabei durch den Kopf. In Voerde sahen wir
immer noch in vielen Vorgärten die Hochwasserwarnschilder. Die BiB darf sich also durchaus als Vertreter der Bürger bezeichnen, Frau Reichow.
Unsere Rückfahrt führte entlang den Tenderingsseen nach Lohberg. Hier sollen weitere 90 Hektar guter Boden ausgekiest werden und weitere nutzlose Seen entstehen. Bürgervertreter und Verwaltungen trauen sich nicht, dagegen zu
kämpfen, weil Lobbyisten mit ihnen verbandelt sind. Auch hier müssen sich die Bürger selbst formieren. Wer zu klaren Gedanken kommen will, dem sei unsere Radtour zur Nachahmung empfohlen. Noch Fragen: Manfred Loick, BI Kies
wider Willen, Brombeerweg 19, DIN.
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